Hunde erziehen - Hunde trainieren

Hunde erziehen - Hunde trainieren

Hunde erziehen vs. Hunde trainieren

Viele meiner Kunden hatten bereits vieles versucht, nur funktionierte das mit ihrem Hund immer noch nicht genauso wie gewünscht.

Einige hatten bereits vorher einen Hund, für andere ist es der erste Hund.

Erwartung oder Vorstellung

“Ich kann mit meinem Hund überall hin gehen. 

Zudem wird mein Hund bewundert wie super das er gehorcht. 

Das sollte ja nicht so schwierig sein, einen Hund zu erziehen. 

Denn ich habe ja in meinem Leben schon ganz andere Sachen gemacht, wie z.B. führe ich ein Team von x MitarbeiterInnen.”

Das Problem

Kleine Geschichte aus meiner persönlichen Erfahrung. Lange ist es her, aber vergessen werde ich das nie.

Nach unzähligen Trainingsstunden durfte ich mit meiner Hündin Enya zur ersten Prüfung antreten. 

Wenn es nicht klappt, können wir in einem Jahr nochmals kommen. (Der Druck wurde langsam gesteigert) 

Wie bei vielen Prüfungen oder auch Präsentationen vor vielen Leuten, ist man zu Beginn etwas nervös, weiss jedoch das man es kann und wenn die ersten Schritte mal gemacht sind, wird sich die Nervosität dann schon legen. 

Bereits am Tag zuvor kam ein spezielles Gefühl hoch, dann hatte ich schlecht geschlafen. Am Morgen früh um 05:00 Uhr raus und eine Anfahrt von über zwei Stunden in die Berge.

Als ich vor dem Richter stand und mit der ersten Aufgabe beginnen wollte, kannte ich meinen Hund nicht mehr. Das hatte mir gerade noch gefehlt.

Also ganz, ganz ruhig und tief durchatmen.


Die ersten 2-3 Minuten etwas überspielen und dann geht es dann schon – funktioniert mit einem feinfühligen und etwas höher “getakteten” Hund sicher nicht.


Wir bestanden die Prüfung dann doch noch, die Lehre daraus war jedoch – versuche nicht deinem Kumpel etwas vorzuspielen.


Ich bin der Heinz, dein Coach und wenn du dir kurz Zeit nimmst, wirst du sehen, wie auch du das mit deinem Hund verändern kannst. Ich habe dir fünf zentrale Tipps, die auch dir zum Erfolg verhelfen, bleib dran.

Deine Einstellung

Das eine ist meine ganz persönliche Einstellung. Das andere, viel – sehr viel Ruhe. Denn ihr wisst ja, in der Ruhe liegt die Kraft.

Zudem ist es zentral, dass ich meinen Hund richtig verstehe. Sein Ausdruck, seine Körpersprache, seine Motivation.

Du hast dich sicher auch schon gefragt:

  • Wenn ich meinem Hund etwas mitteile, versteht er mich überhaupt? 
  • Er gibt mir Feedback, was möchte er mir sagen?
  • Einmal verhält er sich so und das andere Mal in der gleichen Situation ganz anders
  • Einmal klappt die Hundebegegnung und das andere Mal tut er an der Leine dumm

Das Eisbergmodell

Du kennst das Eisbergmodell, https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell anhand dessen kann man sich das Ganze sehr gut vorstellen.

Eisbergmodell

Nun hast du sicher schon davon gehört, dass der Hund ein Spiegel von dir sein soll und Hand aufs Herz, so blöd wie der manchmal tut – bin ich wirklich so?

Zu deiner Beruhigung – nein.

Aber in der Beziehung und der Kommunikation zwischen dir und deinem Hund stimmt etwas noch nicht.

Dein Hund will alles richtig machen, nur kann er dich noch nicht immer verstehen. 

Denke an den Eisberg – dein Hund erhält sehr viele Signale auch aus dem vorbewussten und unbewussten Teil von dir, sprich dem Teil unter der Wasseroberfläche.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell

Hunde reagieren nicht nur auf das, was sie riechen, sehen oder hören. Bei feinfühligen und sensiblen Hunden sieht man das sofort, bei anderen ist die Toleranz etwas höher. 

D.h. wir kommunizieren immer, verbal und nonverbal und zwar über unsere Schwingungen. Dies gilt übrigens nicht nur im Zusammenhang mit Hunden, nur sind wir in der privilegierten Situation als Hundebesitzer, einen Spiegel unserer Seele bei uns zu haben.


Wenn der Hund zudem nicht genügend Ruhe hat, braucht es nicht viel und die Probleme werden zusätzlich verstärkt.

Training vs. Erziehung

Kennst du den Unterschied zwischen Hunde-Training und Erziehung?

Meistens wird leider in der falschen Reihenfolge begonnen. Schaue dir einen Schafhirten mit seinen Hunden an, ein junger Hund begleitet den die ersten 2-3 Jahre seines Lebens nur und darf zuschauen und warten und einfach dabei sein.

Wir beginnen jedoch meisten mit…

Hunde Training

Sitz, Platz, Fuss und Rückruftraining etc.

Funktioniert ja ohne Ablenkung dann schon recht gut. Sieht der Hund auf der Hundewiese einen anderen Hund oder einer wirft einen Ball – dann ist er mal “kurz” weg.

Das hat mehrheitlich damit zu tun, dass bei der Erziehung und der Bindung zu dir etwas auf der Strecke geblieben ist. 

Das beginnt bereits in den ersten 1-2 Wochen, wenn der Hund zu dir kommt. 

Die grosse Gefahr ist, dass beim Training aus der gut gemeinten Belohnung schnell Bestechungsversuche resultieren und da durch du in den Augen des Hundes unglaubwürdig wirst.

Die gute Nachricht ist – es ist nie zu spät. Meistens braucht es gar nicht viel und das Blatt wird sich wenden. Wenn du wirklich etwas verändern möchtest, helfen wir dir gerne dabei. 

Hunde Erziehung

Moderne Hunde Erziehung basiert nicht auf Gewalt, Bestechung oder Druck, sondern folgt dem Gesetz von Ursache und Wirkung.

Je klarer und konsequenter deine Handlungen sind, je schneller wird dich dein Hund verstehen.

Gehe immer davon aus, dass dein Hund alles für dich machen will.

Fünf wichtige Punkte in der Hundeerziehung

  1. Deine Ruhe
  2. Deine positive Einstellung
  3. Deine Freude
  4. Deine Beharrlichkeit
  5. Deine Konsequenz

Tipp

Damit es zu keiner ungewollten Bestechung z.B. mit Guezli kommt, lass die am besten ganz weg, die brauchst du bei der Erziehung nicht.

Prozess der Veränderung

Das Ganze ist ein Prozess der Veränderung. 

Richtig angegangen hilft dieser, das ungewünschte Verhalten deines Hundes recht schnell zu verändern oder in neue Bahnen zu lenken.

In der ersten Zeit ist meist alles hervorragend und man lernt sich kennen. D.h. dein Hund durchschaut dich, respektive weiss ganz genau, wie er bei dir zum Erfolg kommt.

Danach beginnen die kleinen Probleme und für den Hund die kleinen Erfolge.

Bis dahin hast du dann verschiedenes versucht, das eine mit mehr und das andere mit weniger Erfolg. Die meisten, die zu uns kommen sind +/- am Tiefpunkt angelangt.

Veränderungsprozess

Der Prozess der Veränderung muss in kleinen Schritten angegangen werden, wobei die Zeiten unten an der Grafik nur Richtwerte sind. Jedes Mensch-Hundeteam ist individuell und somit braucht es bei den einen mehr zu Beginn und die anderen starten schnell und werden später etwas länger benötigen. 

Oft wird ein Schritt ausgelassen oder in der Kommunikation ist etwas noch nicht ganz klar.

Wenn du Fragen hast, schreibe mir diese in die Kommentare oder auch direkt als persönliche Nachricht an academy@beutler-coaching.ch

Wir führen gerne nach Vereinbarung ein persönliches, kostenfreies Erstgespräch durch.

Ich wünsche dir alles Gute und bleibe Gesund.

Dein Heinz


1 Kommentar


  • Uwe Nigg

    Hallo Heinz, das hast du super beschrieben!
    Ich freue mich schon auf die Ausbildung bei dir.
    Liebe Grüsse
    Uwe


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